Projektaufruf Forschung

 
 

Fördermöglichkeit für innovative Forschungsprojekte 

Die Versuchsstollen Hagerbach AG – eine Schweizer Forschungsinfrastruktur von nationaler Bedeutung – lädt zur Einreichung von Forschungsprojekten ein, die sich grundlegenden Herausforderungen in den Bereichen Energiesysteme, Lebensräume im Weltraum und Sicherheit, unterirdischer Tiefbau sowie smarte Städte widmen und infrastrukturelle Unterstützung benötigen. Ob individuell oder im Team, disziplinär oder interdisziplinär: Nutzen Sie unsere hochmoderne unterirdische Forschungsinfrastruktur, um Ihre Forschung zum Leben zu erwecken. Gefördert werden Projekte, die auf die Entwicklung, Installation, Nutzung und den Betrieb wissenschaftlicher Ausrüstung und Infrastruktur in unserem unterirdischen Forschungslabor in Flums (SG) angewiesen sind. Die Projektdauer beträgt zwischen einem und vier Jahren.

Wer kann sich bewerben?

Bewerbungen sind willkommen von erfahrenen Forschenden an akademischen Institutionen oder aus der Industrie, sowohl aus der Schweiz als auch aus dem Ausland. Interdisziplinäre und kollaborative Projekte werden besonders gefördert, da viele Fragestellungen nur im Zusammenspiel verschiedener Fachrichtungen effektiv behandelt werden können. Projekte mit drei oder mehr beteiligten Antragstellenden sind ausdrücklich erwünscht. Eine Person kann ihren Sitz auch im Ausland haben, sofern ihre Expertise für das Projekt wesentlich ist. Voraussetzung ist eine nachhaltige und synergetische Nutzung der Forschungsinfrastruktur mit nachweisbarem Mehrwert durch die Zusammenarbeit.

Förderkonditionen

  • Mindestens 75 % der Fördermittel müssen in Infrastrukturinvestitionen bei der VSHfliessen.
  • Maximale Förderung pro Antragsteller*in: 250'000 CHF pro Jahr
  • Maximale Förderung pro Projekt: 500'000 CHF pro Jahr
  • Minimale Fördersumme pro Projekt: 50'000 CHF

Forschungsschwerpunkte

Projekte aus allen Forschungsbereichen bis TRL 6 (Technologiereifegrad) sind grundsätzlich förderfähig. Besondere Schwerpunkte sind: 

Auch Projekte ausserhalb dieser Themenbereiche können berücksichtigt werden, sofern sie eine nachhaltige Nutzung der Infrastruktur über die Projektlaufzeit hinaus aufzeigen.

Teilnahmevoraussetzungen

Persönliche Anforderungen

  • Antragstellende müssen mindestens 50 % (0.5 FTE) ihrer Arbeitszeit in Forschung (inkl. Lehre und Management) an einer anerkannten Institution in der Schweiz oder im Ausland aufwenden.
  • Ausnahmen gelten für klinisch tätige Forschende, Mitarbeitende von Start-ups (gegründet in den letzten fünf Jahren) sowie unabhängige Forschende.

Wissenschaftliche Qualifikation

  • Die Projektleitung (PI) muss mindestens vier Jahre Forschungserfahrung nach dem PhD nachweisen.
  • Ohne PhD beginnt die Zählung nach drei Jahren Vollzeitforschung.
  • Die PI muss in der Lage sein, ein Forschungsteam zu leiten und das Projekt zu steuern.

Kooperationen und Projektpartner 

  • Bei mehreren Antragstellenden tragen alle gemeinsam Verantwortung und leisten substanzielle Beiträge.
  • Hierarchische Abhängigkeiten zwischen Antragstellenden sind in der Regel ausgeschlossen.
  • Externe Partner dürfen mitwirken, sind jedoch nicht antragsberechtigt und tragen keine Projektverantwortung. 

Formale Anforderungen 

  • Das Bewerbungsverfahren sieht einen zweistufigen Prozess vor: Eine zweiseitige Projektbeschreibung einschließlich der vorgeschlagenen Beteiligung der VSH ist unter dem Betreff „VSH Research Infrastructure Call“ an Dr. Julien Michels zu senden. Nach einer formalen Prüfung werden die Bewerber kontaktiert. Erfolgreiche Bewerbungen werden in einer gemeinsamen Zusammenarbeit zwischen den Bewerbern und dem VSH-Team in einen VSH-Antrag für die Hagerbach-Stiftung umgesetzt.
  • Einreichungen werden in englischer oder deutscher Sprache akzeptiert.
  • Jeder Antragsteller kann sich nur an einem Förderantrag pro Ausschreibung beteiligen, kann jedoch bis zu drei Projektzuschüsse gleichzeitig erhalten, sofern es sich um unterschiedliche Projekte handelt und der Antragsteller einen wesentlichen persönlichen Beitrag zu jedem einzelnen Projekt leistet.
  • Förderung siehe oben.

Erforderliche Unterlagen und Einreichungsverfahren

Phase 1

Die Bewerber werden gebeten, per E-Mail (jmichels@hagerbach.ch mit dem Betreff „VSH Infrastructure Calls“) ein zweiseitiges Dokument einzureichen, in dem das übergeordnete Thema (in Bezug auf die Kernbereiche der VSH) einschliesslich der vorgeschlagenen Beteiligung der VSH, des Projektinhalts und der geplanten Forschungsaktivitäten, einer groben Budgetschätzung und der zu finanzierenden Infrastrukturart vorgestellt wird.

Phase 2 (nach positiver Vorprüfung)

Die Antragsteller werden in einem zweiten Schritt gebeten, gemeinsam mit dem VSH-Team ein vollständiges Antragsdokument zu erstellen. Der genaue Inhalt wird bilateral besprochen.

Einreichungsverfahren

Die Unterlagen sind per E-Mail an jmichels@hagerbach.ch mit dem Betreff „VSH Research Infrastructure Call” einzureichen.

Bewertungsverfahren

Die vollständigen Förderrichtlinien finden Sie in den Bestimmungen der Stiftung Hagerbach.

1) Formale Prüfung

Die VSH AG führt eine erste formale Prüfung durch, einschliesslich einer Bewertung der Übereinstimmung des Antrags mit der Strategie für Forschungsinfrastrukturen von nationaler Bedeutung.

2) Bewertung und Förderempfehlung

Wenn die VSH AG den Antrag unterstützt, wird gemeinsam mit dem VSH-Team ein Vorschlagsdokument zur Bewertung durch die Hagerbach-Stiftung erstellt. Für weitere Informationen und Fragen wenden Sie sich bitte an Dr. Michael Kompatscher (mkompatscher@hagerbach.ch) und/oder Dr. Julien Michels (jmichels@hagerbach.ch).